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Sport

Vorrede: Ist Sport Mord? Eindeutig ja - wenn es sich um Leistungssport handelt. Anonsten gilt analog zu dem, was unter der Rubrik Ernährung ausgeführt wurde: Der Mensch ist unter Umständen geschaffen und hat sich unter Bedingungen entwickelt, in denen er sich bewegen mußte. Er brauchte Nahrung, mußte sich dazu bewegen und braucht daher heute, wo er sich nicht mehr für Nahrung bewegen muß, die Bewegung. Er muß sie sich also - solange er Stadtmensch ist - künstlich verschaffen. Das mag aus unserem Munde überraschen, ist aber trotzdem wahr. Er braucht Bewegung, die denen seiner vorgeschechtichen Existenz am meisten ähneln, d.h. er muß laufen, springen, rennen, sich verstecken, durch Gestrüpp kriechen usw. Für diese Art Bewegung eignen sich Geländespiele (gotcha) u. drgl. Alles, was isoliertes Teile einer Gesamtbewegungen ist (Gymnastik, Dauerläufe), ist von minderem Wert, da es nicht den ganzen Körper einbezieht. Es ist aber besser als gar nichts.

Bewegung war immer Ausdruck inneren Erlebens, überfließender Energie und Freude. So gesehen gibt es nicht Besseres als den Tanz. Tanz ist mit Sport verwandt (aber mehr noch mit Sex), hebt die Notwendigkeit des Sportes allerdings nicht auf, da z.B. die mit dem Jagdinstinkt verbundenen Bewegungsbedürfnisse beim Tanz nicht befriedigt werden. Allerding befriedigt der Tanz wiederum ausreichend die notwendige Kreislaufstimulierung.

Ihr könnt es drehen und wenden, wie Ihr wollt: Sport ist geil und macht Spaß. Bildet Banden! Macht Sport zusammen! Seid Volxsportler! Organisiert Dorf- und Kiezspartakiaden und Sportfeste aller Art! Volxgolf, Fußball und Billard sind bereits beliebte Sportarten. Laßt Euch Neues einfallen! Eine Riesengaudi dürfte auch Leichtathletik sein, gerade unter Laien, z.B. Zehnkampf. Stellt Euch vor, wie Ihr Euch und Eure Kumpels sich beim Stabhochsprung anstellen! Erobert jetzt die Stadien! Der Sport dem Volke!

Sport ist eine aktive Sache, nichtsdestotrotz erscheinen in dieser Abteilung auch Texte, die sich mit Sport im weiteren Sinne beschäftigen. Um den Aktiv-Passiv-Widerspruch (analog zum Konsumenten-Produzenten-Verhältnis in der Kunst) aufzulösen, unterstützen wir die seit Jahren von Hooligan-Verbänden erhobene Forderungen nach Bereitstellung von geeigneten Plätzen für die “dritte Halbzeit”: Hooligans dürfen in ihrem Bewegungsdrang und ihrer Rauflust auf keinen Fall unterdrückt werden. Es lebe der Boxsport!

Inhalt:

Peter Töpfer: Warum Frankreich Fußball-Weltmeister wurde
Die Geschichte einer Revanche

Peter Jagodzynski: Zurück zu den Wurzeln
“... so daß sich unser Mob nicht lange zierte. ... Es gibt sie, die Inseln des Elementaren in unserer über und über verbürgerlichten Welt. ... aber waren wir selbst und unverbogen. ... und man entzog sich immer wieder einer Einschnürung in deren organisatorischen Korsetten.”